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Bad Honnefs Stadtrat für barrierefreien Ausbau des Rhöndorfer Bahnhofs

Alles begann im Oktober 2010 mit Hajo Slawskis stecken gebliebenem Rollstuhl auf dem so genannten alten Karrenweg des Rhöndorfer Bahnhofs. Es schloss sich eine monatelange Korrespondenz zwischen dem Haus-Rheinfrieden-Schüler, der Deutschen Bahn AG und seiner Krankenkasse an wer die Kosten für den beschädigten Rollstuhl trägt.
Die Notlösung der Überquerung war fortan aus Sicherheitsaspekten tabu und für bewegungseingeschränkte Verkehrsteilnehmer begann damit eine teils stundenlange Odyssee, ganz besonders bei am Sonntag abend anreisenden Internatsschülern.
Dem Problem nahmen sich Jörg Erich Haselier und Alfred Höhler, Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender des Bürger- und Ortsvereins Rhöndorf, an. Sie sprachen mit dem betroffenen Schüler, mit dessen Geschichte alles seinen Anfang nahm sowie mit Schul- und Einrichtungsleitung des Hauses Rheinfrieden, einer Institution in Rhöndorf seit den frühen Fünfziger Jahren. "Es konnte nicht sein, dass während all der Jahrzehnte die Überquerung der Gleise, wenn auch nur geduldet, möglich war, und nun keine angemessene Regelung gefunden werden sollte", so Haselier. Ausdrückliches Bedauern der Bahn in einigen Schreiben und Erklärungen hätte den Betroffenen herzlich wenig geholfen.
Gemeinsam mit weiteren Vorsitzenden aus dem Vereinsleben und aus kirchlichen Gruppen verfasste der Bürger- und Ortsverein Rhöndorf im März 2011 eine Petition an den nordrhein-westfälischen Landtag zwecks Schaffung einer dauerhaften barrierereien Lösung und Haselier übergab das Schreiben an die Wahlkreisabgeordnete Andrea Milz MdL.
Im Juli 2011 fand im Beisen der Petitionsausschussvorsitzenden Rita Klöpper MdL der Ortstermin in Rhöndorf statt. Hinzu gesellten sich an einem Mittwoch morgen rund 100 durch das Vereinsleben und das Haus Rheinfrieden mobilisierte Bürger.
Im September 2011 erhielt der Petent Bürger- und Ortsverein Rhöndorf Post aus Düsseldorf. Der Ausschuss vertrat die Überzeugung, dass die Bahn tätig werden müsse.
Nun hat die Ratsmehrheit der "Allianz für Bad Honnef", bestehend aus CDU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen, auf Anregung des Bürger- und Ortsvereinsvorsitzenden und Stadtverordneten Haselier zwei Anträge für die Ratssitzung am 08.12.11 gestellt.
Der erste Antrag hatte die Bereitstellung einer städtischen Fläche neben dem nach Süden führenden Gleis zur Durchführung geeigneter baulicher Maßnahmen zum Ziel. Antrag 2 zielte darauf ab, dass Bad Honnef sich beim zuständigen Zweckverband in Förderprogramme aufnehmen lässt, um die notwendige Baumaßnahme zu finanzieren.
Beide Anträge, die vom Stadtverordneten Haselier (CDU), begründet wurden, nahm der Bad Honnefer Stadtrat einstimmig an. Dieses Ergebnis dokumentiert die Einhelligkeit, mit der die Bad Honnefer Politik dem Missstand am Rhöndorfer Bahnhof abhelfen will.


Das Bild zeigt den für Rollstuhlfahrer unüberwindlichen Treppenaufgang des Bahnhofes Rhöndorf vom Gleis Richtung Koblenz. Links im Bild ist Alfred Höhler, stellvertetender Vorsitzender des Bürger- und Ortsvereins Rhöndorf, rechts Vorsitzender Jörg Erich Haselier.
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